Jedes Jahr kommen zahlreiche Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung nach Deutschland. Allein 2024 nahmen deutsche Schulen insgesamt über auf. Wie gut Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung in der Schule Anschluss finden, entscheidet maßgeblich über ihr Ankommen in der Gesellschaft in Deutschland und ihren späteren Bildungserfolg. Doch Sprachbarrieren, stark belastende oder traumatische Erlebnisse und fehlendes ܳܲö𾱳ٲü erschweren oft den Einstieg. 

Hier setzen unsere Projekte nach dem an. Wir unterstützen pädagogische Fachkräfte, um ihr Klassenzimmer zu einem stärkenden und sicheren Lernort für alle Schüler*innen zu machen – unabhängig davon, wie lange diese schon in Deutschland sind und welchen sozialen Hintergrund sie haben. 

Erfahre in diesem Artikel, wie Schüler*innen und Lehrkräfte durch den Healing-Classrooms-Ansatz von ̽ѡ gezielt unterstützt werden. 

Wie verbessert „Healing Classrooms“ das Lernen und Lehren in der Schule? 

Viele Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung haben traumatische Erfahrungen wie Krieg, Flucht oder soziale Diskriminierung erlebt, was ihren Schulalltag stark beeinflusst. Lehrkräfte setzen mit dem Ansatz „“ von ̽ѡ ein, um Stress zu reduzieren und den Unterricht positiv zu gestalten. So verstehen sie die Bedürfnisse der Kinder besser und verhindern Konflikte, die den Lernprozess stören könnten.

Ein Mann trägt vor Menschen vor.
̽ѡ-Bildungsreferent Filip coacht Fachkräfte, um ihre beruflichen Herausforderungen systemisch zu betrachten und dafür Lösungen zu erarbeiten.
Foto: Iuna Vieira/̽ѡ

Das und Reflexionsübungen wie Rituale im Klassenzimmer fördern das Wohlbefinden von Kindern und pädagogischen Fachkräften.

Drei Personen sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.
Pädagogische Fachkräfte lernen, wie sie ein traumainformiertes Umfeld schaffen und gewinnen Handlungssicherheit durch Reflexion und Methodenvielfalt.
Foto: Iuna Vieira/̽ѡ

Gemeinsam für ein stärkendes Lernumfeld: Die Zusammenarbeit von ̽ѡ und gss Schulpartner

Die praktische Umsetzung des Healing-Classroom-Ansatzes zeigt sich besonders in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit erfahrenen Bildungspartnern. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen und ̽ѡ. Als anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe bringt gss Schulpartner ein multiprofessionelles Team ausgebildeter Fachkräfte in Schulen ein, um Bildung und individuelle Entwicklung für alle Schüler*innen zu fördern. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass traumainformierter Methoden in den Schulalltag integriert werden und  Kindern mit Flucht- und Migrationshintergrund eiene stabile Lernumgebung erhalten. 

Besonders nach dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine wurde deutlich, wie wichtig solche Ansätze sind, um den gestiegenen Anforderungen und Belastungen im Schulalltag gerecht zu werden. Mehr als begannen 2024 ihre Bildungslaufbahn in Deutschland. „Die Materialien von ̽ѡ haben uns geholfen, Stress besser zu verstehen und praktische Werkzeuge für den Unterricht zu entwickeln. Auch die Selbstfürsorge der Lehrkräfte spielt eine wichtige Rolle. Durch kleine Veränderungen, wie mehr Rituale und klassenübergreifende Übungen, konnte ich die Dynamik in meiner Klasse deutlich verbessern”, sagt Heike Arzapalo, Sozialarbeiterin bei gss Schulpartner.

Beispiele aus der Praxis

Schon kleine Rituale können den Schulalltag in Willkommensklassen spürbar verbessern. Ein „Daumen-Check“ nach der Pause zeigt, wie sich die Kinder fühlen: Daumen hoch steht für eine gute Pause, Daumen runter signalisiert Klärungsbedarf. Solche Methoden fördern den Austausch untereinander und helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen.

Drei Personen sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.
Lehrerinnen von Willkommensklassen (für neu angekommene Kinder) bei einem Healing Classrooms-Workshop. Sie probieren Übungen wie ‚der höchste Turm‘ aus und besprechen Fallbeispiele aus ihrem Schulalltag.
Foto: Iuna Vieira/̽ѡ

Ein weiteres Beispiel ist die Gestaltung des Klassenraums: Wenn Kinder ihre Stärken aufmalen und die Zeichnungen an die Wand hängen, entsteht ein Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Zwei Kinder halten Karten in einem Raum.
Halla und Lilly, Teilnehmerinnen des ‚Huckepack‘-Programms, präsentieren ihr Fotoprojekt. Das Ferienprogramm unterstützt neu zugewanderte Kinder sozial, emotional und sprachlich beim Übergang auf die weiterführende Schule – basierend auf dem ‚Healing Classrooms‘-Ansatz von ̽ѡ. Kreative Projekte stärken ihr Selbstbewusstsein und fördern den Austausch in der Gruppe.
Foto: Maik Reichert/̽ѡ

Auch die Wertschätzung von spielt eine wichtige Rolle: Warum nicht einmal gemeinsam in Sprachen wie Arabisch oder Ukrainisch zählen? Solche Übungen fördern das ܳܲö𾱳ٲü und vermitteln den Schüler*innen, dass Vielfalt in der Schule geschätzt wird. 

Zeichnung von Kindern
Gefühle verstehen und ausdrücken: Mehrsprachige Übungen helfen Kindern, Emotionen zu benennen und ein unterstützendes Miteinander im Klassenzimmer zu schaffen.
Foto: Maik Reichert/̽ѡ

Mit gezielten Maßnahmen können Schulen den Kindern Bildungsteilhabe und erfolgreiche Bildung ermöglichen - eine zentrale Grundlage, um sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Mehr Übungen und Anregungen findest du in unserem Handbuch „ 

Erfahre mehr über die Arbeit von ̽ѡ im Bildungsbereich in Deutschland.