Fast drei Wochen nachdem die De-facto-Behörden in Afghanistan ein Verbot für NRO-Mitarbeiterinnen verkündet haben, sind die Auswirkungen im ganzen Land zu spüren. Für ̽»¨¾«Ñ¡ haben sich jedoch einige wesentliche Änderungen ergeben: Diese Mitteilung folgt einer .

Es ist eine operative Notwendigkeit, dass Frauen im humanitären Sektor in Afghanistan und in allen Kontexten, in denen ̽»¨¾«Ñ¡ arbeitet, beschäftigt werden. Ohne Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen und in allen Sektoren können wir den Bedarf der Menschen nicht richtig einschätzen und Hilfe und Programmarbeit nicht in dem erforderlichen Umfang durchführen. Infolge des Arbeitsverbots musste ̽»¨¾«Ñ¡ die Programme in Afghanistan am 25. Dezember unterbrechen. 

Im vergangenen Jahr hat ̽»¨¾«Ñ¡ über 5 Millionen Afghan*innen unterstützt. ̽»¨¾«Ñ¡ ist entschlossen und steht bereit, die Programmarbeit schrittweise und Sektor für Sektor wieder aufzunehmen, sobald die Arbeitsgenehmigungen für weibliches Personal erteilt werden und ihre Sicherheit gewährleistet ist. ̽»¨¾«Ñ¡ verhandelt proaktiv um die Erlaubnis der De-facto-Behörden. 

Anfang dieser Woche hat das Gesundheitsministerium zugesichert, dass weibliches Gesundheitspersonal und weibliche Büroangestellte ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Aufgrund dieser Klarheit hat ̽»¨¾«Ñ¡ die Gesundheits- und Ernährungsprogramme durch unsere stationären und mobilen Gesundheitsteams in 11 Provinzen wieder aufgenommen. Wir setzen die Gespräche mit den Provinzbehörden fort, um die Gesundheits- und Ernährungsaktivitäten in weiteren Provinzen und durch zusätzliche Modalitäten, einschließlich der Gesundheitsversorgung auf Gemeindeebene, wieder aufzunehmen. Wir bemühen uns gleichzeitig um die erforderlichen Zusicherungen, damit unser weibliches Personal sicher zur Arbeit in anderen Bereichen zurückkehren kann. 

̽»¨¾«Ñ¡ fordert die UN nachdrücklich auf, die De-facto-Behörden auf praktische und koordinierte Weise einzubinden. Wir müssen sicherstellen, dass Mitarbeiterinnen sicher und effektiv arbeiten können und alle Afghan*innen Zugang zu der lebensrettenden humanitären Hilfe haben, die sie dringend benötigen und auf die sie ein Recht haben. 

̽»¨¾«Ñ¡ ist seit 1988 in Afghanistan tätig. Heute arbeitet ̽»¨¾«Ñ¡ in tausenden Dörfern in zwölf Provinzen, wobei mehr als 99% der 8.000 ̽»¨¾«Ñ¡-Mitarbeiter*innen Afghan*innen sind. ̽»¨¾«Ñ¡ bietet sichere Lernorte in ländlichen Gebieten, gemeindebasierte Bildung für Mädchen und Jungen, und Bargeldhilfe für binnenvertriebene Familien, um Lebensmittel, sauberes Wasser, Hygieneprodukte und anderes zu kaufen. ̽»¨¾«Ñ¡ hilft den Menschen, Unternehmen zu gründen, Arbeitsplätze zu finden und ein Einkommen zu erwirtschaften.